good-days in Weilburg


4 tollen Tage in Weilburg 🙂 -JUGENDKIRCHENTAG 31. MAI – 3. JUNI 2018 IN WEILBURG

Jugendliche aus der Ev. Versöhnungsgemeinde und der Ev. -luth. Kirchengemeinde Oberstedten fuhren zusammen zum Jugendkirchentag nach Weilburg.

Hier ein paar Eindrücke von den Jugendlichen:

Am heißesten Tag der Woche kamen wir um ca. vier Uhr nachmittags an der Schule, unserer Schlafstätte, an. Nach kurzer Verschnaufpause ging’s dann auch gleich nach unten ins Lahntal zum Eröffnungsgottesdienst. Etwas stickig, aber die vorgestellten Ideen und Lieder, einige kannten wir sogar, waren im Ganzen eigentlich ganz schön. Sofort danach sind wir auf eigene Faust an die Lahn zu diversen Essensständen und um acht waren wir schon so müde, dass wir lieber wieder ins Quartier zurückwanderten.

Der nächste Tag begann frischer als sein Vorgänger, pünktlich um 11 Uhr, kurz bevor die Schule über den Tag schloss, ging es wieder auf Tour. Ein kleiner Besuch bei Rewe (und eine lange Wanderung) und wieder zurück auf den Kirchentag. Mit Thorsten, dem Tanzlehrer aus Frankfurt, starteten wir eine Runde Video-Clip-Dance, danach gab’s natürlich wieder Essen. Ganz kreativ, wie wir eben sind, verbrachten wir eine ganze Weile am Graffitistand mit dem Besprühen von Jutebeuteln. Anschließend folgte eine ausgiebige Runde Airhockey. Eine kleine Stärkung bot der Stand des lokalen Weltladens. Mit viel Info und einem Quiz zu „fairem Handel“ mit dem Fokus auf Schokolade gab’s eine Schoko-Banane, die wir dann nach 20 Min. aus dem Kühlschrank nehmen durften. Kultur brachte der Poetryslam, der abends im Domzelt stattfand und das Ende des langen Tages war. Es ging wieder ins mehr oder weniger gemütliche ‚Bett‘ und dann war auch schon Samstag.

Wieder ein Besuch bei Rewe und der Apotheke, diesmal zum Glück mit dem Bus, ein kleines Airhockeybattle. Eine Pause bot das Mittagsgebet mit Musik. Gleich darauf trafen wir uns mit Steffen Pohlmann (Dekanatsjugendreferent) beim meditativen Bogenschießen. Nach einer kleinen  Meditation in unserer kleinen Gruppe durfte jeder drei Pfeile schießen, getroffen haben wir alle. Und wir müssen wirklich zugeben, dass Bogenschießen leichter aussieht, als es ist. Es braucht Kraft, Konzentration, Ruhe und Fingerspitzengefühl um allein den Bogen richtig zu halten. Während eines kleinen Spaziergangs an die Lahn genossen wir unser Mittagessen vom Italiener. Ermuntert von den Nudeln führte unser Weg direkt zur Hüpfburg. Ja, wir sind eben auch noch Kinder.

Weiter ging’s im Blindentruck, wo wir, mit Blindenstock und einer Brille, die unsere Sehfähigkeit fast komplett einschränkte, einen kleinen Rundgang durchliefen, in dem Stufen und andere Hindernisse auf uns warteten. Es war erschreckend, wie konzentriert man sein und wie viel Vertrauen man in einen schlichten Stock haben muss, um eine normale Umgebung zu durchlaufen. Auch lehrte uns diese Erfahrung umso mehr Respekt vor Blinden und Sehbehinderten, die dieser Unsicherheit im Alltag Herr werden müssen und es meist mit so viel Sicherheit tun, als könnten sie mit ihren anderen fünf Sinnen sehen.

Um Punkt 18:30 Uhr standen wir vor dem Escaperoom. Als Gruppe mussten wir Codes entschlüsseln um eine Filmrolle Bonhoeffers zu finden, die wichtige Informationen über die Machenschaften der Nationalsozialisten in den Konzentrationslagern enthielt. Als eine von eher wenigen Gruppen hielten wir nach 18 Minuten, insgesamt wurde uns ein Zeitlimit von 20 gesetzt, die Filmrolle in der Hand. Zugegeben mit ein paar Tipps der Betreuer des Standes. Und so ging der letzte Tag des Jugendkirchentages in Weilburg zu Ende.

Nach dem Abschlussgottesdienst am Sonntag genossen wir eine kleine Ruhepause vor der bevorstehenden Heimfahrt und erinnerten uns  nochmal an alle Erfahrungen, die wir in diesen Tagen sammeln durften.

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